Im Jahr 1954 wurde dem Shetlandponyzüchter Les Boomhower in Mason City Iowa eine Araber/Appaloosa Stute zur Zucht angeboten. Boomhower deckte die Stute mit einem seiner Shetlandhengste und ein kleines buntes Hengstfohlen mit zahlreichen schwarzen Flecken am gesamten Körper war geboren. Am Auffälligsten war ein schwarzer Fleck an der Flanke in Form einer Hand, damit stand natürlich der Name des Hengstes fest: Black Hand.

Black Hand zeichnete sich durch seine Nervenstärke und Ausgeglichenheit aus. Als Black Hand zwei Jahre alt wurde, begann Les mit der Ausbildung und schon wenig später stand der sechsjährige Danny Boomhower mit ihm im Showring!

Boomhower organisierte bald darauf ein Treffen mit anderen Züchtern und der Pony of the Americas Club mit eigenem Zuchtbuch wurde gegründet. Black Hand wurde als POA 1 registriert.

Obwohl er nur 14 Jahre alt wurde, war dieser kleine weiße Hengst mit einer schwarzen Hand über der Flanke schon zu Lebzeiten ein richtungsweisendes Zuchtziel für die ganze POA-Welt. Seine Nachzucht bewahrte seine Qualitäten und vererbte diese weiter: Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft, gutes Gebäude und Farbe. Aber vor allem hat Black Hand für alle Zeiten einen besonderen Platz in der Pferdezucht, da er den Anstoß für die Gründung einer neuen Rasse gab: den Pony of the Americas, einem Kleinpferd besonders für Kinder und Jugendliche!

Von Anfang an wurden genaue Zuchtstandards und Rassemerkmale festgelegt. Nur bei Einhaltung aller Merkmale konnte ein Fohlen als „POA“ registriert werden. Die wichtigste Festlegung war das Stockmaß: Dies war zunächst „44 up to 52 inches“, also 117 bis 138 cm.

Das Zuchtziel sollten keine typischen Ponys, sondern kompakte, muskulöse Kleinpferde nach dem Vorbild der Quarter Horses sein. Außerdem sollten die Pferde auch auf Entfernung sichtbar bunt und anders gezeichnet sein. Die Erfolgsgeschichte der POAs nahm ihren Lauf und der ursprüngliche nationale POA Club wurde zum Ursprung von Untergruppierungen, regionalen Shows und Sales und der World Championship Show.

* Quelle "POA - Pony of the Americas - Die Erfolgsgeschichte einer Pferderasse" (Dr. Michael Weber, 2009)